Allgemein · Minimalismus

Minimalismusgedanken

Freiheit ist nicht, das zu kaufen was ich möchte sondern frei von Konsumwünschen zu sein.

Erst dann bin ich wirklich frei.

Was ist für dich Freiheit? Siehst du das ähnlich?

Ökologisch gesehen macht es keinen Sinn, andauernd neue Sachen zu kaufen.

Es gibt in vielen Städten schon Unverpackt-Läden.

Wir können mit unseren Konsumentscheidungen viel bewirken. Mehr als wir meistens denken. Wir können die Welt ein kleines Bisschen verändern. Ich nehme bspw. grundsätzlich die Treppe und nicht die Rolltreppe.

Es sind die Gewohnheiten, die dein Leben bestimmen.

 

Nach Marie Kondo kann eine Frage als Katalysator beim Ausmisten dienen: „Macht mich dieses Teil glücklich?

Und wenn man sich dieselbe Frage schon beim Kauf stellt, dann häuft man gar nicht erst viel zu viel Unnötiges an.

Meine eigene Wohnung sieht, im Moment noch, meilenweit davon entfernt aus, minimalistisch zu sein. Ich bin eher der Neukaufminimalist. Ich werde in der nächsten Zeit ausmisten nach der Konmari Methode (von Marie Kondo). Ich habe das Buch als Leihgabe bekommen. So etwas gefällt mir: Ein Buch ausgeliehen bekommen, es nicht selbst zu besitzen. Ich lese immer öfter auch Bücher aus der Bibliothek.

Macht mich das glücklich? Macht mich die ungenutzte Küchenmaschine glücklich? Die Nähmaschine? Es war ein toller Gedanke, ganz viel selber machen zu können mit den beiden Geräten. Praktisch herausgekommen ist dabei, dass beides einfach Platz wegnimmt und nicht gebraucht wird.

Meinen Kleiderschrank habe ich vor ein paar Wochen mit sehr netter Hilfe extrem ausgemistet. Das war sehr lange überfällig. Säckeweise habe ich die Kleidung zum Spendencontainer gebracht. Über die Jahre hatte ich wenig weggeworfen, obwohl ich viele Sachen nie getragen habe. Es war ein unbeschreiblich gutes Gefühl, den übersichtlichen Kleiderschrank nach der Aktion anzuschauen. Als könne ich endlich durchatmen.

Was trägst du noch mit dir herum? Was kannst du loswerden, um dich wohler zu fühlen?

Mein heimlicher Traum ist es, nur mit einer Sporttasche voller Kleidung auszukommen und meine ganzen Gegenstände außerdem loszuwerden. Wenn ich mich dann aber daran mache, auszusortieren, ist es gar nicht mehr so einfach. Es gibt viele Dinge, an denen Erinnerungen hängen. Viele schöne Dinge wie ein geschenktes Fotoalbum oder die alten Briefe. Für mich ist es nicht so leicht. Ich habe einige Bücher, die ich mehrmals lesen möchte. So häufen sich die Gegenstände, die mich eigentlich doch glücklich machen.

Das ist in Ordnung. Ich möchte nicht als digitaler Nomade leben. Es ist okay für mich, einen festen Wohnsitz zu haben.

Im Endeffekt hat mir das Nachdenken über meine Sachen schon unglaublich viel über mich gezeigt. Wie will ich leben? Welchen Dingen gebe ich Raum?

4 Kommentare zu „Minimalismusgedanken

  1. Hallo Tanja

    ich bin auch hin- und hergerissen zwischen Ausmisten Wollen und nicht Wegwerfen Können. Über die Jahrzehnte und durch zwei Erbschaften hat sich viel angesammelt. Und in ein Haus passt bei gleicher Wohnfläche viel mehr Gerümpel als in eine Wohnung. Deswegen soll noch viel weg, damit wir uns auch wieder verkleinern können. Ich habe von Karen Kingston das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag“ gelesen. Obwohl ich mit Esoterik sehr wenig am Hut habe, hat mich die Metapher vom Energiefluss, der an den Sachen gebremst wird, inspiriert. Wenn Du das Buch auch mal lesen willst, ich gebe es gerne kostenlos weiter. So geht es mir bei vielen Dingen. Was Brauchbares in den Müll zu werfen kostet mich arge Überwindung (auch in Kleidercontainer, wo ich nicht weiss, was damit in Afrika geschieht). Was zu verkaufen macht mich derzeit glücklicher als was zu kaufen. Auf den Preis kommt es mir gar nicht so an, aber wer was kauft, auch für 1 EUR, will es und verwendet es weiter. Deswegen habe ich jede Menge Bücher bei booklooker eingestellt und mache ab und zu eine eBay Kampagne. Es geht derzeit jeden zweiten Tag was zur Post, aber der Wohnung sieht man es noch nicht an. Doch der Weg ist das Ziel und die Richtung stimmt schon einmal.

    Liebe Grüße

    Julian

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  2. ich bin inzwischen auch ein bisschen auf dem Minimalismus-Trip und habe schon einen Großteil meiner Videospielsammlung verkauft, die ich über 20 Jahre gesammelt hatte.
    Eine Weile hat mich der Blick in die gut sortierten Regale auch Glücklich gemacht, aber habe kaum was davon gespielt. Zeit und Interesse gingen dann woanders hin.
    den Verkauf bereue ich gar nicht, im Gegenteil. Ich ärgere mich eher darüber, was noch da ist und ich auch verkaufen will.
    Mit Büchern ist es ähnlich. Habe viele Programmierbücher gekauft, weil ich bestimmte Themen vertiefe wollte. Am Ende fehlte meist eh die Zeit und Lust in der Freizeit. Immerhin habe ich auch da due Bremse gezogen und kaufe kaum was Neues. Kleidung und Elektronik ebenso.
    Mein Ziel ist es irgendwie nur das zu besitzen, was ich wirklich brauche oder woran starke Emotionen und Erinnerungen hängen. Noch ist einiges da, aber mit jedem Verkauf von unnützen Dingen fühle ich mich leichter und kann das Geld sparen und investieren.

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Antman,

      Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe meine Wii und die Spiele inkl. Balance Bord verkauft. Ich hätte es noch früher verkaufen sollen wegen des Wertverlustes über die Zeit.

      Viele Grüße
      Tanja

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