Allgemein · Finanzielle Freiheit · Freizeit · Weiterentwicklung

Man lebt immer auch JETZT

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Sparen für später – das ist schön und gut. Natürlich ist es auch richtig.

Man lebt aber auch immer JETZT. Genau in diesem Augenblick. Finanzielle Freiheit ist ein tolles, erstrebenswertes Ziel, besonders dann, wenn man eine eher ungeliebte Arbeit hat. Man sollte nur den aktuellen Augenblick dabei nicht vergessen. Nicht NUR auf das Morgen schauen.

Auch jetzt reisen und sich frei nehmen.

Ich habe die Überlegung, eventuell beruflich meine Arbeitszeit um 20% zu reduzieren. Dadurch hätte ich deutlich mehr Freizeit, schon jetzt.

Wenn ich meine abhängige Beschäftigung als Haupteinnahmequelle habe, dann dauert es durch die Reduzierung länger, bis ich finanziell frei bin. Aber dann bin ich jetzt schon finanziell Teilfrei. Mein Einkommen reicht auch bei 80% Arbeit locker aus. Dann erarbeite ich mir in 80% der regulären Arbeitszeit das Einkommen für 100% meiner Zeit und kann dennoch sparen. Ist das nicht ein großartiger Gedanke – jetzt schon finanziell Teilfrei zu sein – schon morgen in Teilzeit gehen zu können, wenn man das wirklich wünscht?

In letzter Zeit passiert viel in mir und ich krempele einiges in meinem Leben um. Dazu habe ich das folgende passende Zitat:

Es gibt nur zwei Tage, an denen man nichts machen kann. Der eine heißt gestern, der andere heißt morgen; also ist heute der richtige Tag um zu lieben, zu glauben, zu handeln und vor allem zu leben.
– Dalai Lama –

Es gibt auch ein Zitat, dessen Urheber ich nicht parat habe: Man bereut eher die Dinge, die man nicht getan hat, als die Dinge, die man getan hat. Aus einem Buch einer Hospiz-Krankenschwester soll auch folgendes stammen: Kein Mensch bereut es, zu wenig gearbeitet zu haben. Die Essenz dieser Zitate: Arbeite dich nicht kaputt, wage auch mal etwas und verbringe deine Zeit so, wie du sie dir idealerweise vorstellst.

Würdest du etwas bereuen, wenn heute dein letzter Tag wäre? Hättest du etwas dagegen, wenn dein Leben, so wie es jetzt ist, in Stein gemeißelt wäre. Sprich: Wenn du für immer so leben würdest wie heute, würdest du etwas bereuen?

Eine Technik hat mich ebenfalls nachhaltig beeindruckt. Schreibe von den drei Menschen, die dir am meisten bedeuten oder mit denen du die meiste Zeit verbringst auf, was du möchtest, das sie bei deiner Grabrede sagen. Das hat mir gezeigt, was ich an mir und meinem Verhalten ändern kann.

Besonders der letzte Teil dieses Artikel mag falsche Andeutungen machen aber keine Sorge: Ich habe keine schwere Krankheit o.ä. Auch mit meinem Umfeld ist alles soweit in Ordnung.

18 Kommentare zu „Man lebt immer auch JETZT

  1. hi Finanzmixerin,
    weise Worte, kann ich nur unterstreichen, beruflich wie privat!
    Seit 2 Jahren arbeite ich „nur“ 90%, was mir grob 2 freie Tage mehr pro Monat verschafft, am Anfang hab ich die Lohneinbusse als heftig empfunden, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt, am liebsten würde ich auch 80% arbeiten, vom Arbeitgeber aus ist das möglich, wobei, ich sitze auf vielen Überstunden, bezahlen will der Arbeitgeber nicht, bedingt durch Krankheitsausfälle ist es auch schwer wieder davon runterzukommen, für mich ist es schon ein wenig ungerecht, ich arbeite praktisch 100% und bekomme nur den Lohn für 90%, Gespräche haben bis anhin wenig gefruchtet.
    Ich würde es mal probieren, aber nur unter der Bedingung dass Du auch wieder aufstocken darfst wenn sich finanziell was ändern sollte.

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  2. Hallo Annabella,

    Danke.

    Zum Glück kann man bei uns einfach zwischenn 80, 90 und 100% hin und her switchen. Das geht aber nur in diesen Konstellationen und dazwischen. Bei unter 80% geht es nicht so einfach. Da bin ich wirklich in einer sehr glücklichen Lage. Ich kann die freien Tage aber durchaus nehmen.

    Bei dir ist es ja wirklich ungerecht, wenn du die Tage kaum mal freibekommen kannst. Ich würde auf jeden Fall probieren, an der Situation etwas zu ändern.

    Natürlich sind die Einbußen hoch, wenn man aber sowieso viel spart, dann geht es aber.

    Schöne Grüße

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  3. Sollte „Kein Mensch bereut es, zu viel gearbeitet zu haben.“ nicht eher sein „Kein Mensch bereut es, zu wenig gearbeitet zu haben.“?
    Halte ich für plausibler und sonst passt sie auch gar nicht zum Text, oder?

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  4. Hallo Finanzmixerin,

    Sparen und Konsum sollten immer in einem gesunden Verhältnis stehen, finde ich. Ich mag keinen Geiz. Sinnvoller ist für mich, unnötige Gebühren zu vermeiden und mir dadurch ab und an etwas zu gönnen.

    Wenn du Wert auf das bestmögliche finanzielle Ergebnis legst, dann würde es mehr Sinn machen, wenn du in jungen Jahren Vollzeit arbeitest, so viel wie möglich investierst und unter Ausnutzung des Zinseszinseffektes dann später mehr Freizeit generieren kannst, als du es in deiner Variante schaffen würdest.

    Ist dir aber deine Freizeit in jungen Jahren wichtiger und macht es dir nichts aus, dass später das Ergebnis von Freizeitanteil und Geld vielleicht noch Optimierungspotenzial gehabt hätte, dann bist du auf dem richtigen Weg!

    Wenn du das bedacht hast und mit deiner Entscheidung zufrieden bist, dann ist das auch schon alles worauf es ankommt.

    Schöne Grüße
    Marco

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  5. Hallo Marco,

    ja, das habe ich auch bedacht. Ich habe mich auch noch nicht abschließend entschieden, ob ich es mache.

    Im Moment kann ich noch von früher aufgebauten Stunden zehren, sodass ich etwas weniger arbeiten brauche.

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  6. Tolles Zitat vom Dalai Lama! Die Überlegung meine Arbeitszeit zu reduzieren, habe ich jetzt auch des Öfteren. Aber aktuell denke ich mir: Sollten wirtschaftlich mal ruhigere Zeiten anbrechen, kann ich immer noch eine Stufe runter fahren. Sollte ich mal nicht mehr so belastbar sein wie in jungen Jahren, werde ich froh über meine Vorarbeit sein.

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  7. Hallo Jenny,

    das stimmt natürlich auch.

    Und du machst das auch gut mit deinem ETF-Sparplan.

    Soweit ich mich erinnere, machst du noch Überstunden über die 40-Stunden-Woche hinaus. Wenn das der Fall ist, macht es ja nur begrenzt Sinn, die Arbeitszeit zu reduzieren. Ich riet dir ja schonmal, wenn du weniger arbeiten möchtest, zunächst zu sehen, dass du nur die 40 Stunden arbeitest…

    Ich bin in einem Job, der zumeist nicht so stressig ist. Und könnte auch meine Arbeitszeit etwas reduzieren, mir mehr freie Tage nehmen.

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    1. Das mit den Überstunden kenn ich zu gut. Allerdings habe ich beruflich die Möglichkeit diese immer mal wieder abzubauen, sodass ich am Ende auf 40h „im Schnitt“ komme. Je nachdem wie die Projekte laufen werden es mal mehr und mal weniger.

      Ich hab ne Menge Leute gesehen, die dauerhaft Überstunden gemacht haben und glaub mir: es ging nie gut aus. Beruflich kommt man vllt weiter, aber zu welchem Preis?

      Das erinnert mich an den Investor Peter Lynch, der nach 13 Jahren aufgehört hat, weil er praktisch nur noch gearbeitet hat und kein echtes Leben mehr hatte. Gut, der hatte finanziell eh ausgesorgt. 😂

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    2. Huhu, du erinnerst dich richtig.. Die 40h sind auf Dauer auch mein Zwischenziel. Bzw. ich hätte nichts dagegen, eine Woche 50h zu arbeiten, dafür eine andere mal nur 30 oder stattdessen Freizeitausgleich, wobei ich aktuell schon froh bin, meine 30 Urlaubstage unter zu bekommen.

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  8. Das mit den Überstunden kenn ich zu gut. Allerdings habe ich beruflich die Möglichkeit diese immer mal wieder abzubauen, sodass ich am Ende auf 40h „im Schnitt“ komme. Je nachdem wie die Projekte laufen werden es mal mehr und mal weniger.

    Ich hab ne Menge Leute gesehen, die dauerhaft Überstunden gemacht haben und glaub mir: es ging nie gut aus. Beruflich kommt man vllt weiter, aber zu welchem Preis?

    Das erinnert mich an den Investor Peter Lynch, der nach 13 Jahren aufgehört hat, weil er praktisch nur noch gearbeitet hat und kein echtes Leben mehr hatte. Gut, der hatte finanziell eh ausgesorgt. 😂

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  9. Hallo liebe Finanzmixerin,

    deine Gedanken zur Reduzierung der Arbeitszeit kann ich gut nachempfinden. Sollte ich wieder in ein Angestelltenverhältnis fallen, werde ich auch Teilzeit anstreben, aber nebenbei meine eigenen kleinen Projekte angehen.

    Bei deinen Zitaten habe ich an das Buch „Being Peace“ von Thich Nhat Hanh denken müssen. Es ist eine kleine Einführung in den Buddhismus und zeigt die Lebensphilosophie dahinter. Zum großen Teil ist es ein „sich bewusst sein“ über dich selbst, deine Umgebung und der weiteren Umwelt. Vielleicht auch etwas für dich.

    LG
    Johannes

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  10. Hallo Finanzmixerin,
    ich kenne deine finanzielle Situaation nicht im Detail, aber da du wahrscheinlich bereits jetzt eine anständige Sparrate hast, würde ich die Arbeitszeitverringerung unbedingt in Betracht ziehen!
    Die freie Zeit kannst du umso mehr für eigene Projekte, Recherchen, (finanzielle) Weiterbildung, mehr Sport, Zeit mit Freunden oder Familie etc. nutzen, so dass es sich langfristig auszahlen wird, nicht nur finanziell.
    Ich stelle es mir eh komisch vor, irgendwann von Vollzeit als Angestellter in die finanzelle Freiheit zu „rutschen“. Nicht umsonst berichten viele Rentner von ständiger Langeweile wenn sie 45 Jahre nur ihre Arbeit kannten. Wer rechtzeitig Raum für anderes in seinem Leben schafft, wird die finanzelle Freiheit umso mehr genießen können.
    Dazu sind 10% Einbußen brutto dann netto auch noch deutlich weniger.

    Ich drücke die Daumen und bin gespannt wie du dich entscheidest =)
    Jonas

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  11. Das sind ambitionierte Ziele, Hut ab! Das mit der Arbeitszeitverkürzung kann ich gut verstehen, einen großen privaten Erfolg habe ich erzielt, als ich auf Homeoffice umgestiegen bin, ist das für Dich vielleicht eine Alternative? Du arbeitest in der Regel deutlich mehr, aber das, wann Du willst. Meist ist man dabei auch noch effektiver.
    Wünsche Dir viel Erfolg

    Plutusandme

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