Allgemein · Minimalismus · Sparen

Nur ein Hauch Minimalismus – und wie mich eine Frage zu Shopping in Verlegenheit brachte

Neulich fragte mich eine Freundin, wo ich denn so shoppe. Ich konnte zunächst gar nicht antworten, da ich überlegt habe. Anschließend sagte ich: Ich habe so einen vollen Schrank, im Moment brauche ich einfach nichts. Aber die Frage brachte mich in Verlegenheit.

Wer meine Wohnung sieht, kommt definitiv nicht auf den Gedanken, ich sei eine Minimalistin. Und das bin ich auch nicht.

Ich bin nur, was zukünftige Käufe betrifft, frugalistisch/minimalistisch eingestellt. Ich kaufe nicht sinnlos Gebrauchsgegenstände. Ab und zu kaufe ich mir gebrauchte Bücher, wenn ich die betreffenden Bücher nicht in meiner Bibliothek finde. Und der ein oder andere wohlüberlegte Kauf kommt vor. Das ist aber extrem selten.

Ich habe nicht viele Hosen, die mir zurzeit passen. Nach ein paar Wochen des Improvisierens habe ich dann aber noch zwei schöne, passende Hosen in den Tiefen meines Kleiderschranks gefunden. Problem frugalistisch gelöst :-). Ich bin einfach nicht sofort losgegangen, um mir neue Hosen zu kaufen und wurde für die Geduld belohnt. Ich bin froh, dass ich mir nicht wieder etwas Unnötiges in den Kleiderschrank gepackt habe.

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No Shopping – Buchvorstellung

Ich habe kürzlich das Buch No Shopping! von Judith Levine gelesen. Das Lesen dieses Buches hat mir viel Freude bereitet.

Die Autorin und ihr Mann machen ein 365-Tage Konsumverzichtsexperiment. Sie fassen den Begriff Konsumverzicht sehr weit und kaufen fast nur noch Grundnahrungsmittel. Sie gehen in dem Jahr weder auswärts essen, noch ins Kino oder Theater.

Sie beschreibt die Herausforderung, eine Grenze zu ziehen zwischen nötigten und unnötigen Ausgaben.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben.

Das Experiment fällt der Autorin besonders am Anfang sehr schwer. Nach und nach wächst sie aber an dem Projekt. Sie beschreibt, wie sie viel mehr Zeit hat, dadurch, dass sie weniger arbeiten muss (sie ist selbstständig) und dadurch, dass Auswärtsaktivitäten und Shopping wegfallen.

Sehr ehrlich erzählt sie von den Tücken und Herausforderungen. Aber auch von den Gewinnen. Sie macht viele Erfahrungen, die sie ohne den Konsumverzicht nicht gemacht hätte. Zum Beispiel müssen die beiden kreativ dabei sein, an kostenlose Kulturangebote heranzukommen. Die geringe Erwartung, die sie an die kostenlose Unterhaltung haben, wird oftmals übertroffen.

Am Ende des Projekts hat sie viele Erkenntnisse, die einen bewussteren Umgang auch für die Zukunft garantieren.

Das Buch empfehle ich allen Frauen, die gerne viel Shoppen gehen und auch solchen, die einfach bewusster konsumieren wollen. Interessant kann es ebenfalls für Männer sein, auch wenn es aus der Frauenperspektive geschrieben ist.

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Erneute Sinnkrise

Meine letzte Sinnkrise Link drehte sich darum, ob es überhaupt sinnvoll ist, zu sparen.

Jetzt habe ich erneut eine Sinnkrise. Diese ist jedoch anderer Art.

Ich lese gerade „Der Mann ohne Geld“ von Mark Boyle. Dieses Buch bringt mich zum Nachdenken über den Sinn des Investierens in eine zerstörerische Wirtschaft.

Ich denke darüber nach, anstatt Geld in fragwürdige Prozesse zu investieren, meine Arbeitszeit eventuell zu reduzieren und minimalistischer zu leben.

Ich möchte ggf. mein Verhalten als Konsumentin etwas verändern, weniger bei großen Konzernen einkaufen und lokale Märkte und Geschäfte unterstützen.

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Ein effektiver Spartipp – Newsletter-Diät

Heute möchte ich einen selbsterprobten, sehr wirkungsvollen Spartipp zum Besten geben.

Bestelle alle Newsletter von Konsumprodukten ab. Behalte nur die Newsletter, die für dich persönlich wertvoll sind. Ich hatte früher Newsletter von Tchibo, Esprit etc. und dachte, dass ich mit 20%-Sparcoupons wirklich Geld spare.

Ich spare, seit ich die Newsletter alle abbestellt habe, sehr viel mehr, einfach da ich mir viel weniger unnützes kaufe.

Gestern habe ich ein Geschenk bestellt und nach der Bestellung ein „Angebot“ bekommen, mir einen aus mehr als 100 Sparcoupons von anderen Geschäften auszusuchen. Ich habe mich für einen 4€ Coupon bei 8 Euro Mindestbestellwert bei Lieferando entschieden. Anschließend durfte ich mir noch einen Gutschein aussuchen. Man muss bei solchen Aktionen sehr aufpassen, dass man nicht verleitet wird, etwas zu kaufen, was man bei genauerer Betrachtung nicht benötigt.

Konsum ist oft unnötig und wir haben meist schon alles was wir brauchen. Die ganzen Newsletter und Angebote verleiten uns dazu, unsere Wohnung und Schränke  vollzustopfen.

Führe dir öfter vor Augen, was du wirklich brauchst, um glücklich zu sein. In den seltensten Fällen sind dies materielle Dinge.

Nicht viel zu brauchen kann viel mehr Freiheit bedeuten als sich alles mögliche zu leisten und dadurch länger/schneller im Hamsterrad treten zu müssen.

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Warum Minimalismus mich nicht einschränkt

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Minimalismus bedeutet für mich keine Einschränkung – im Gegenteil. Der Verzicht auf Dinge macht mich freier. Ich brauche kein Auto und keine schicke Wohnung, um glücklich zu sein.

Ich bin viel glücklicher, seit ich weniger shoppe. Mir fehlt nichts.

Ich kann zu diesem Thema einen Blogbeitrag von Minimalkonzept empfehlen: http://minimalkonzept.de/?p=2452 wie materielle Dinge uns abhängig machen.

Wenn man sich teure Dinge anschafft, dann opfert man für diese in den meisten Fällen auch Lebenszeit, die man mit Arbeit verbracht hat.

In Deutschland haben die meisten Menschen alles was man zum Leben braucht, trachten aber nach immer mehr materiellen Dingen, die ihnen Erfüllung bringen sollen oder eine Leere füllen sollen.

Ich versuche, mit meinen vorhandenen Dingen bestmöglich auszukommen. Beispielsweise habe ich Kleidung im Überfluss aus der Zeit bevor ich mich für ein minimalistisches Leben entschieden habe. Ich versuche, mit dieser Kleidung auszukommen und mir kaum neue Kleidung zu kaufen. Wenn ich dann doch etwas brauche, kaufe ich es gebraucht.

Wenn ich wirklich „Herzenswünsche“ habe und diese über längeren Zeitpunkt mit mir trage, dann erfülle ich sie mir natürlich. Das sind aber ganz wenige, wie z.B. zuletzt ein Skateboard zusätzlich zu meinem Longboard.

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Der ultimative Vermögensbooster

Geld_sparen_reich_werden_ausgaben_minimieren

Der ultimative Vermögensbooster liegt auf der Ausgabenseite. Das Sparen nützt dem Vermögensaufbau sehr viel mehr als die Einkommenssteigerung, denn ein gesparter Euro ist ein bereits versteuerter Euro. Zum Sparen eignet sich ein minimalistischer Lebensstil. Es gibt ein paar tolle Minimalismus-Blogs wie diesen: mrminimalist.com.

Wie wäre es mit einer Konsumauszeit? Ich habe vor einigen Monaten beschlossen, mir nichts materielles mehr anzuschaffen, vor allem nichts Neues. Seitdem hatte ich nur ein paar Anschaffungen. Diese Anschaffungen waren wohlüberlegt und es handelte sich um gebrauchte Sachen. Ich habe mir 2 gebrauchte Bücher gekauft, die ich unbedingt haben wollte. Und ich habe mir bei einem Gebrauchtkleidungshandel im Internet ein paar neuwertige Kleidungsstücke bestellt, da ich abgenommen habe und mir daher Sachen fehlten. Ich könnte auch in einen Secondhandshop oder auf Flohmärkte gehen, komme damit aber nicht so gut zurecht, finde dort einfach selten etwas Passendes.

Ich gehe manchmal gewohnheitsmäßig, wenn ich etwas Zeit zu überbrücken habe z.B. in einen Tchibo-Laden und habe mir seit ich die Entscheidung traf manchmal regelrecht verkneifen müssen, etwas mitzunehmen. Erst da habe ich bemerkt, wie konditioniert ich auf den Konsum war. Eine weitere Schwäche von mir war das Online-Shopping, z.B. bei Amazon. Inzwischen habe ich die meisten Newsletter abbestellt und komme daher erst gar nicht in Versuchung weiterzuklicken und zu bestellen. Hast auch du Gewohnheiten, die dazu führen, dass du mehr Geld für Dinge ausgibst, die es dir eigentlich nicht wert sind?

Ab und zu aussortieren hilft, für die Zukunft zu erkennen, auf was man schon beim Kauf verzichten kann.

Minimalismus ist eine Lebenseinstellung und bedeutet für mich keinen Verzicht. Ich besitze schon alles, was ich brauche. Dinge, die ich wirklich haben möchte und bei denen ich mir lange Zeit genommen habe, die Kaufentscheidung zu treffen, kaufe ich weiterhin. Ich verzichte hingegen auf Überflüssiges.

Die Wahl des Smartphones ist eine Entscheidung, die ich minimalistisch treffe. Ich habe kein gutes, aber ausreichendes Smartphone und habe schon einige Male mit einem besseren geliebäugelt, denke aber im Endeffekt immer wieder, dass meines ausreicht.

Die Wohnentscheidung treffe ich auch minimalistisch. Ich benötige nicht viel Platz, um glücklich zu sein. Ich schätze an einer kleinen Wohnung, dass ich weniger putzen muss. Ich fühle mich dadurch in meiner Lebensqualität nicht eingeschränkt.

Ich besaß noch nie im Leben ein Auto und möchte mir auch keines ans Bein binden.

Ich finde, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Konsum kein Allheilmittel ist, dass man dann auf viele materielle Dinge verzichten kann, ohne dass man Lebensqualität einbüßt. Fast jeder hat Gebiete, auf denen ein minimalistischer Lebensstil ihn nicht einschränkt. Verzicht auf materielles ist ein sehr großes Sparpotential.

Man kann sogar sehr viel glücklicher sein, wenn man sich freier von materiellen Dingen macht.

In einem Punkt bin ich übrigens Maximalist: Wenn es um Unternehmungen geht. Ich verkneife mir kein Frühstück mit einer Freundin oder eine sportliche Aktivität, die Geld kostet, nur um zu sparen. Ich fahre häufig zu meiner Familie, obschon die Fahrtkosten nicht zu vernachlässigen sind. Ich verzichte nicht auf Urlaube und Wochenendausflüge.