Allgemein · Finanzielle Freiheit · Weiterentwicklung

Interview – Einblicke der Finanzlady

Heute darf ich euch ein Interview mit einer anderen Bloggerin präsentieren. Manuela von „Finanzlady.at“ hat mir Rede und Antwort gestanden.

Tanja: Stelle dich meinen Lesern bitte kurz vor, Manuela.

Manuela:Ich bin Manuela, 28 Jahre, komme aus Niederösterreich und arbeite als Buchhalterin in einem Bauunternehmen.

Ich war immer sehr sparsam, habe jedoch nie investiert. Mein gespartes Geld hatte ich am Sparbuch, in einem Bausparer und am Girokonto liegen.

Lange Zeit habe ich mich nicht ans Thema Aktien, ETF´s und andere Anlageformen getraut, da es in meinem Umfeld viele negative Glaubenssätze dazu gibt und ich diese übernommen habe.

2016 bin ich dann über die Themen investieren, passives Einkommen und finanzielle Freiheit gestoßen. Ich habe dann angefangen, Finanzbücher und -blogs zu lesen und in ETF´s zu investieren.

Mittlerweile sind Einzelaktien und Crowdinvesting-Projekte dazugekommen.

Leider habe ich niemanden in meinem Umfeld, mit dem ich mich über Finanzthemen austauschen kann, weshalb ich im Oktober 2016 meinen Blog finanzlady.at gegründet habe. Auf diesem Blog teile ich mein Wissen und schreibe über meine Erfahrungen rund um das Thema Geld.

Tanja: Worüber bloggst du?

Manuela: Ich schreibe über die Bereiche sparen, investieren, verdienen, aber auch über das richtige Money Mindset und Persönlichkeitsentwicklung.

Tanja: Was ist das besondere an deinem Blog? Was finden die Leser bei dir, das es so in anderen Blogs nicht gibt?

Manuela: Meine Zielgruppe sind vorallem junge Frauen, die sich bisher mit dem Thema Finanzen noch nie auseinandergesetzt haben. Bevor es ans investieren geht, ist es wichtig, dass man bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen und sich damit auseinandersetzt. Oftmals wissen sie nicht, wie und wo sie anfangen sollen. Und genau da hole ich sie ab.

Ich fange bei den Grundlagen an und setze kein Vorwissen voraus.

Auf vielen anderen Blogs gehts gleich los mit Aktien, ETF´s, P2P-Krediten. Viele junge Frauen wissen nicht mal, was Aktien sind oder was an der Börse überhaupt passiert.

Deshalb gehen meine Themen von Finanzbildung, Geld sparen, investieren über Finanzplanung bis hin zum Money Mindset.

Die meisten Finanzblogs werden außerdem von Männern geschrieben, die das Thema ganz anders betrachten. Männer haben keine Ausfallzeiten aufgrund Karenz, verdienen besser und sind weniger oft von Altersarmut betroffen.

Und genau aufgrund der eben genannten Themen ist es als Frau wichtig, sich damit zu befassen und sich mit den eigenen Finanzen auseinander zu setzen.

All diese Themen möchte ich auf dem Blog ansprechen.

Tanja: Was sind deine besten Tipps und Tricks zum Thema sparen?

Manuela:

  • Gib nie mehr aus als du verdienst.
  • Spare anfang des Monats mindestens 10 Prozent deines Einkommens.
  • Unterscheide zwischen dem was nötig ist und dem was du willst, aber nicht unbedingt brauchst. Kaufe nur, was wirklich nötig ist.
  • Plane deine Lebensmittel-Einkäufe so, dass du keine Lebensmittel wegschmeißen musst.
  • Wie Frau bei Beautyausgaben Geld sparen kann, habe ich in diesem Beitrag beschrieben. (https://finanzlady.at/tipps-um-deine-beauty-ausgaben-zu-senken/)
  • Hinterfrage deine Fixkosten und schau dir einmal im Jahr alle Verträge (Handy, Internet, Versicherungen,…) an und suche nach günstigeren Konditionen.

Tanja: Was sind deine finanziellen Ziele? Spielen bei dir aktuell/zukünftig verschiedene Assetklassen eine Rolle?

Manuela: Mein finanzielles Ziel ist es, unabhängig vom Arbeitgeber zu sein. Meine derzeitigen Assetklassen sind Aktien, ETF´s und Crowdinvesting. Weitere Assetklassen werden noch hinzukommen, wie beispielsweise Immobilien.

Tanja: Wie stellst du dir den idealen Verlauf deiner Investitionen vor? Wie stellst du dir dein Leben vor, wenn du deine finanziellen Ziele erreicht hast? Strebst du ggf. finanzielle Freiheit an?

Manuela: Durch meine Investitionen hoffe ich, dass ich viele Zinsen/Dividenden erhalte, diese wieder reinvestieren kann und sie mir so zu einem passiven Einkommen verhelfen. Ich arbeite gerne und auch viel, jedoch verschafft mir finanzielle Freiheit sehr viele Möglichkeiten (Auszeit, Kündigung, Stundenreduzierung,…) die ich so nicht habe, deshalb ist es auch mein langfristiges Ziel.

Wenn ich mein finanzielles Ziel erreicht habe, werde ich immer noch arbeiten (welche Arbeit weiß ich nicht;-)), noch mehr reisen und die Zeit mir Freunden und Familie genießen.

Tanja: Welchen Tipp würdest du deinem früheren Ich geben, wenn du einmal zurückspringen könntest?

Manuela: TUN! Alles Wissen nützt nichts, wenn man es nicht anwendet!

Tanja: Was hat dich in deinem Leben am meisten vorangebracht (Thema Persönlichkeit)?

Manuela: Dass ich mich mit meinen Glaubenssätzen aus meiner  Vergangenheit auseinander gesetzt und diese hinterfragt habe. Man muss täglich an sich arbeiten, um sein Leben zu verändern. Egal wie klein die Veränderungen und Erfolge sind, man muss dranbleiben. Es ist ein langer und oftmals schwieriger Prozess, aber es lohnt sich.

Tanja: Danke für die Einblicke, Manuela. Es ist mir eine Freude, mit dir zusammenzuarbeiten.

Manuela: Vielen Dank Tanja für die spannenden Fragen und viel Erfolg weiterhin.

Allgemein · Finanzielle Freiheit · Minimalismus · Sparen

No Shopping – Buchvorstellung

Ich habe kürzlich das Buch No Shopping! von Judith Levine gelesen. Das Lesen dieses Buches hat mir viel Freude bereitet.

Die Autorin und ihr Mann machen ein 365-Tage Konsumverzichtsexperiment. Sie fassen den Begriff Konsumverzicht sehr weit und kaufen fast nur noch Grundnahrungsmittel. Sie gehen in dem Jahr weder auswärts essen, noch ins Kino oder Theater.

Sie beschreibt die Herausforderung, eine Grenze zu ziehen zwischen nötigten und unnötigen Ausgaben.

Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben.

Das Experiment fällt der Autorin besonders am Anfang sehr schwer. Nach und nach wächst sie aber an dem Projekt. Sie beschreibt, wie sie viel mehr Zeit hat, dadurch, dass sie weniger arbeiten muss (sie ist selbstständig) und dadurch, dass Auswärtsaktivitäten und Shopping wegfallen.

Sehr ehrlich erzählt sie von den Tücken und Herausforderungen. Aber auch von den Gewinnen. Sie macht viele Erfahrungen, die sie ohne den Konsumverzicht nicht gemacht hätte. Zum Beispiel müssen die beiden kreativ dabei sein, an kostenlose Kulturangebote heranzukommen. Die geringe Erwartung, die sie an die kostenlose Unterhaltung haben, wird oftmals übertroffen.

Am Ende des Projekts hat sie viele Erkenntnisse, die einen bewussteren Umgang auch für die Zukunft garantieren.

Das Buch empfehle ich allen Frauen, die gerne viel Shoppen gehen und auch solchen, die einfach bewusster konsumieren wollen. Interessant kann es ebenfalls für Männer sein, auch wenn es aus der Frauenperspektive geschrieben ist.

Hier ist der Amazon-Link*.

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Allgemein · Finanzielle Freiheit · Immobilien

Die Gründe für Immobilien

Ich habe eine sehr schöne Zusammenfassung in Videoform gefunden (youtube-Link) mit Gründen, in Immobilien zu investieren.

Hier nochmals komprimiert:

  • Gewohnt wird immer
  • Sachwerte sind inflationssicher
  • Immobilien sind Währungsunabhängig und überstehen Krisen und Reformen
  • Wertsteigerung, zumindest an guten Standorten
  • Bonitätsanstieg – Grundbuch schlägt Sparbuch, Banken bewerten Immobilienvermögen höher als Geldwerte
  • Die Zinsen sind aktuell sehr niedrig, Fremdkapital ist günstig zu haben
  • „Andere bauen mir mein Vermögen auf“
  • 9 von 10 Millionären haben laut einer Studie ihr Vermögen mit Immobilien gemacht

Ich finde diese Gründe sehr einleuchtend und bin froh über mein vermietetes Appartement.

 

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Ein effektiver Spartipp – Newsletter-Diät

Heute möchte ich einen selbsterprobten, sehr wirkungsvollen Spartipp zum Besten geben.

Bestelle alle Newsletter von Konsumprodukten ab. Behalte nur die Newsletter, die für dich persönlich wertvoll sind. Ich hatte früher Newsletter von Tchibo, Esprit etc. und dachte, dass ich mit 20%-Sparcoupons wirklich Geld spare.

Ich spare, seit ich die Newsletter alle abbestellt habe, sehr viel mehr, einfach da ich mir viel weniger unnützes kaufe.

Gestern habe ich ein Geschenk bestellt und nach der Bestellung ein „Angebot“ bekommen, mir einen aus mehr als 100 Sparcoupons von anderen Geschäften auszusuchen. Ich habe mich für einen 4€ Coupon bei 8 Euro Mindestbestellwert bei Lieferando entschieden. Anschließend durfte ich mir noch einen Gutschein aussuchen. Man muss bei solchen Aktionen sehr aufpassen, dass man nicht verleitet wird, etwas zu kaufen, was man bei genauerer Betrachtung nicht benötigt.

Konsum ist oft unnötig und wir haben meist schon alles was wir brauchen. Die ganzen Newsletter und Angebote verleiten uns dazu, unsere Wohnung und Schränke  vollzustopfen.

Führe dir öfter vor Augen, was du wirklich brauchst, um glücklich zu sein. In den seltensten Fällen sind dies materielle Dinge.

Nicht viel zu brauchen kann viel mehr Freiheit bedeuten als sich alles mögliche zu leisten und dadurch länger/schneller im Hamsterrad treten zu müssen.

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Buchvorstellung – Rich Dad Poor Dad

Rich Dad Poor Dad war für mich ein sehr motivierendes Buch. Auch wenn der Autor Robert Kyosaki umstritten ist, mag ich die Kritik an ihm nicht auf das Buch übertragen.

Für mich klingt es sehr einleuchtend, was er über den Umgang mit Geld schreibt.

Seine Lektionen bringt er spannend herüber. Ich finde, dass Rich Dad Poor Dad ein Klassiker in der Finanzlektüre ist.

Über seinen „echten“ armen Vater schreibt Kyosaki, wie dieser trotz eines hohen Einkommens durch seine Ausgaben und Steuern arm wurde. Er schreibt über dessen Glaubenssätze über Geld und dass er dennoch viel von ihm gelernt hat.

Über seinen reichen Vater schreibt er, wie dieser ihm und seinem Freund Lektionen über Geld beibrachte, die sich grundsätzlich von denen seines armen Vaters unterschieden. Sein reicher Vater habe mit der Zeit immer mehr Zeit für die beiden gehabt, während sein armer Vater wegen seiner Verpflichtungen immer härter und länger arbeiten müsse. Sein reicher Vater vertrat den Grundsatz, nicht für Geld zu arbeiten, sondern sein Geld für sich arbeiten zu lassen. Außerdem solle man sich immer zuerst selbst bezahlen, damit man genügend Ideen dafür aufbringt, wie man auch noch für Steuern und Rechnungen aufkommt.

Eine Hauptaussage des Buches, etwa: „Lass deine Vermögensspalte wachsen und verringere deine Konsumspalte“ ist ebenfalls einleuchtend und wird mit vielen Beispielen veranschaulicht. Z.B. zieht ein selbstbewohntes Haus einem das Geld aus der Tasche und gehört somit nicht in die Vermögensspalte. Konsum soll man sich erst leisten, wenn man genügend Cshflow-erzeugende Investments hat.

Kyosaki ist der Meinung, dass man bei Investitionen nur dann diversifizieren muss, wenn man wenig Ahnung hat. Er geht auch mal kalkulierte Risiken ein und nicht alle seine Investments müssen profitabel sein, damit er Gewinn macht.

Nach dem Lesen des Buches war ich top motiviert und ich werde es mir von Zeit zu Zeit wieder durchlesen.

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Allgemein · Finanzielle Freiheit · Immobilien · Sparen · Weiterentwicklung

Ziele für 2017

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Meine Ziele für 2017 sind u.a. die folgenden

  • Tätigung eines Investments abseits vom Mainstream
  • Kauf einer weiteren Immobilie zur Vermietung
  • Aufbau eines Gewerbes inkl. der Website (Online-Shop) nebenberuflich
  • Realisierung mindestens einer weiteren Projektidee, die potentiell Einnahmen generieren kann
  • Eine Sparrate von über 50%
  • Mein Gesamtvermögen steigern (trotz Immobilienkaufs und der Kaufnebenkosten)
  • Berufliche Weiterentwicklung in Form von fachbezogenen Schulungen (mindestens eine Schulung dieser Art)
  • 3 Softskills-Schulungen besuchen
  • Lesen von 5 Büchern, die mich persönlich und finanziell weiterbringen
Allgemein · Finanzielle Freiheit · Freizeit · Weiterentwicklung

Man lebt immer auch JETZT

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Sparen für später – das ist schön und gut. Natürlich ist es auch richtig.

Man lebt aber auch immer JETZT. Genau in diesem Augenblick. Finanzielle Freiheit ist ein tolles, erstrebenswertes Ziel, besonders dann, wenn man eine eher ungeliebte Arbeit hat. Man sollte nur den aktuellen Augenblick dabei nicht vergessen. Nicht NUR auf das Morgen schauen.

Auch jetzt reisen und sich frei nehmen.

Ich habe die Überlegung, eventuell beruflich meine Arbeitszeit um 20% zu reduzieren. Dadurch hätte ich deutlich mehr Freizeit, schon jetzt.

Wenn ich meine abhängige Beschäftigung als Haupteinnahmequelle habe, dann dauert es durch die Reduzierung länger, bis ich finanziell frei bin. Aber dann bin ich jetzt schon finanziell Teilfrei. Mein Einkommen reicht auch bei 80% Arbeit locker aus. Dann erarbeite ich mir in 80% der regulären Arbeitszeit das Einkommen für 100% meiner Zeit und kann dennoch sparen. Ist das nicht ein großartiger Gedanke – jetzt schon finanziell Teilfrei zu sein – schon morgen in Teilzeit gehen zu können, wenn man das wirklich wünscht?

In letzter Zeit passiert viel in mir und ich krempele einiges in meinem Leben um. Dazu habe ich das folgende passende Zitat:

Es gibt nur zwei Tage, an denen man nichts machen kann. Der eine heißt gestern, der andere heißt morgen; also ist heute der richtige Tag um zu lieben, zu glauben, zu handeln und vor allem zu leben.
– Dalai Lama –

Es gibt auch ein Zitat, dessen Urheber ich nicht parat habe: Man bereut eher die Dinge, die man nicht getan hat, als die Dinge, die man getan hat. Aus einem Buch einer Hospiz-Krankenschwester soll auch folgendes stammen: Kein Mensch bereut es, zu wenig gearbeitet zu haben. Die Essenz dieser Zitate: Arbeite dich nicht kaputt, wage auch mal etwas und verbringe deine Zeit so, wie du sie dir idealerweise vorstellst.

Würdest du etwas bereuen, wenn heute dein letzter Tag wäre? Hättest du etwas dagegen, wenn dein Leben, so wie es jetzt ist, in Stein gemeißelt wäre. Sprich: Wenn du für immer so leben würdest wie heute, würdest du etwas bereuen?

Eine Technik hat mich ebenfalls nachhaltig beeindruckt. Schreibe von den drei Menschen, die dir am meisten bedeuten oder mit denen du die meiste Zeit verbringst auf, was du möchtest, das sie bei deiner Grabrede sagen. Das hat mir gezeigt, was ich an mir und meinem Verhalten ändern kann.

Besonders der letzte Teil dieses Artikel mag falsche Andeutungen machen aber keine Sorge: Ich habe keine schwere Krankheit o.ä. Auch mit meinem Umfeld ist alles soweit in Ordnung.