Allgemein · Finanzielle Freiheit · Weiterentwicklung

Interview – Die Finanzmixerin interviewt Babett Grün (babettgruen.de)

Heute darf ich euch ein weiteres Interview mit einer anderen Bloggerin präsentieren. Babett Grün hat mir Rede und Antwort gestanden.

Finanzmixerin: Worum geht es in deinem Blog?

Babett: In meinem Blog geht um die finanzielle Bildung für Familien, besonders für Mütter und auch darum wie ich Kindern finanzielle Bildung vermitteln kann. Ich schreibe über Spartipps für den Familienalltag und darüber wie ich Geld anlege. Ich gebe möglichst einfach Tipps, mit denen man sich im Alltag Geld sparen kann, ohne ein großes Finanzwissen zu haben und ohne viel Zeit darauf verwenden zu müssen. Und ich beschäftige mich auch darüber was es überhaupt für Geldanlagen gibt, in Zeiten von nierigen Zinsen.

Finanzmixerin: Was unterscheidet deinen Blog von anderen Finanzblogs?

Babett: Mein Blog ist eine Mischung aus Mamablog und Finanzblog.

Finanzmixerin: Wann und warum hast du begonnen, dich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen?

Babett: Oh, schon in meiner Kindheit. Der Umgang meiner Eltern mit Geld, war sehr prägend. Dann als nächstes in meinem Studium. Ich habe VWL studiert. Und seit der Geburt meiner Kinder und dem Familienalltag mit meinem Mann, bin ich auf den Trichter gekommen, wie ich heute mit Geld umgehe. Es ist ein Prozess.

Finanzmixerin: In welche Anlageklassen investierst du und warum?

Babett: Ich investiere in ETFs, Aktien und in mich. Ich denke die höchste Rendite kann ich mit meiner Zeit und meiner Bildung erwirtschaften. ETFs und Aktien halte ich für eine tolle Möglichkeit selbstbestimmt, ohne Berater für meine Rente vorzusorgen. Wir besitzen außerdem eine Immobilie, die wir aktuell selbst nutzen. Die Kreditraten sind geringer als die ortsübliche Miete. Die Lage des Hauses ist sehr gut. Die Wohngegend beliebt. Ich kann mir vorstellen, das Haus zu verkaufen oder zu vermieten, wenn die Kinder aus dem Haus sind und mit meinem Mann wieder in eine kleine Wohnung zu ziehen oder low budget in der Welt herumzureisen.

Finanzmixerin: Was hat dich am meisten weitergebracht zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Finanzen?

Babett: Bücher und Blogs zu lesen. Je nachdem wie es die Organisation zuhause zulässt, besuche ich ab und an ein Seminar. Das finde ich auch toll, für meine Weiterentwicklung und ich komme mal raus! Das ist wie Urlaub für mich 😉

Das wichtigste ist aber das Gelernte dann auch umzusetzen, auch wenn es manchmal eine Überwindung für mich ist. Dadurch kann ich mich am besten weiter entwickeln.

Finanzmixerin: Welche 3 Bücher kannst du empfehlen (Thema Persönlichkeit, Finanzen etc.)?

Babett: „Rich Dad poor Dad von Robert Kiyosaki, „Souverän investieren in Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer, „Wie man Freunde gewinnt“ von Dale Carnegie (Das Buch sollte heißen „Wie man grundsätzlich mit Menschen umgeht“;-))

Finanzmixerin: Hast du einen besonderen Tipp zum Geld sparen?

Babett: Automatisiert per Dauerauftrag monatlich nach Eingang des Gehalts einen fixen Betrag auf ein Depot oder Tagesgeldkonto einzuzahlen. Der Betrag kann ruhig etwas weh tun. Er sollte mich herausfordern. Am Ende des Monats lässt man sich dann doch etwas einfallen, wie man das Geld  für den täglichen Bedarf zusammen bekommt. Man geht vielleicht weniger Essen, kocht günstiger und kauft nur noch das allernötigste ein. Denn wenn man nicht automatisch mit einem Dauerauftrag spart, dann verkonsumiert man das Geld einfach, ohne es zu bemerken.

Und vor einer großen wie kleinen Anschaffung immer zu überlegen, brauche ich das jetzt wirklich? Würde ich das auch kaufen, wenn ich in einem anderen Land unterwegs wäre. Oft ist unser Konsum nur Ballast und wir konsumieren, weil es alle machen.

Finanzmixerin: Wie sieht euer persönlicher Geldumgang in der Familie aus?

Babett: Wir gehen als Paar sehr offen mit Geld um. Wir besprechen jede Anschaffung und Investition vorher. Wir haben dieselbe Linie: Wir kaufen so wenig wie möglich, so gebraucht wie möglich und überhaupt nur nach reiflicher Überlegung. Die 30 Tage Regel beachten wir beide. Spontankäufe gibt es so gut wie keine bei uns.

Unseren Kindern bringen wir bei, wie wichtig das Sparen ist. Und dass man nur der „Bestimmer über sein Leben“ sein kann (so sagt das mein 6-jähriger Sohn immer), wenn man spart und gut investiert. Wir versuchen den Kindern beizubringen, dass es wichtiger ist zu sparen, zu investieren und schlaue Konsumentscheidungen zu treffen, anstatt alles Geld, zu verkonsumieren.

Geld soll nicht (nur) zum Ausgeben da sein, sondern zum Investieren und es soll für meine Kinder arbeiten.

Hier habe ich einen Blogartikel zum Umgang mit Kindern und Geld geschrieben: 25 einfache Ideen – Wie du deinem Kind finanzielle Bildung beibringst, ohne es zu Tode zu langweilen

Finanzmixerin: Was können andere Frauen besonders von dir lernen in Bezug auf Finanzen im Familienkontext?

Babett: Bei mir gibt es finanzielle Bildung für Familien. So dass Familien mit ihrem Geld zufriedener werden. Mit Kindern hat man das Gefühl, das Geld rinnt einem nur so durch die Finger.

Ich habe Deutschlands ersten Familien-Finanz-Kurs erstellt und eröffne ihn im Herbst ein zweites Mal. Es ist ein 6 monatiger Videokurs mit zusätzlichen monatlichen Live Online-Workshops.

Familien lernen ihre Glaubenssätze in Bezug auf Geld kennen, lernen die Finanzbegriffe kurz und verständlich erklärt, sie erfahren über 200 Spartipps speziell für Familien, sie lernen welche Geldanlagemöglichkeiten sie in Zeiten von niedrigen Zinsen haben und wie sie ihre Familienfinanzen möglichst einfach übersichtlich und so gestalten können, dass sie einerseits genug sparen und andererseits genug Spaß mit ihrem Geld haben. Dafür habe ich einen erprobten 10 Schritte Plan erstellt. Aktuell sind circa 50 Teilnehmer im Kurs.

Wer weitere Infos dazu haben möchte, trägt sich in die Liste ein: http://babettgruen.de/angebotsseite-familien-finanz-kurs/

Außerdem gibt es Infos auf meinem Blog http://babettgruen.de/blog/ und in meiner kostenlosen Facebook-Gruppe https://www.facebook.com/groups/finanzen.mamas/, in der sich über 500 Mamas und Papas über ihre Finanzen austauschen und sich gegenseitig unterstützen.

Finanzmixerin: Hast du Projekte, die dir passive Einnahmen bringen (werden/sollen)? Wenn ja, dann erzähle uns mehr darüber.

Babett: Meinst du so etwas wie Bücher oder online Kurse? Ja, ich schreibe gerade an einem Buch über „100 Spartipps für den Alltag mit Familie“ und erstelle einen Onlinekurs für Mütter.

Ich denke, wirklich passiv sind die Projekte aber auch nicht, denn ich muss ja Marktforschung betreiben, schreiben, aufnehmen, schneiden und bewerben.

Finanzmixerin: Welchen Stellenwert hat Geld für dich?

Babett: Die oberste Priorität haben meine Familie und unsere Gesundheit!

Aber Geld ist Macht und Wertschätzung.

Sehr viele alltägliche Entscheidungen hängen von Geld ab: In welche Schule ich meine Kinder schicke, was ich esse, wie ich reise, ….

Finanzmixerin: Möchtest du finanziell frei werden? Wenn ja, dann erzähl uns bitte, wie und wann du gedenkst, dieses Ziel zu erreichen.

Babett: Ja! 🙂 Wann genau, kann ich aktuell noch nicht genau absehen, dafür gibt es zu viele Unbekannte in meinem Leben.

Finanzmixerin: Ich Danke für das Interview, Babett, und viel Erfolg bei all deinen Vorhaben!

Babett: Danke dir, Tanja, für die Möglichkeit mit dir zu sprechen!

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