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Die Hassliste – oder ein Weg, seinem Purpose näher zu kommen

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Wieder beziehe ich mich auf eine Lektion von Alex Fischer (aus dem Buch „Reicher als die Geissens“).

Er schrieb, dass er immer hörte es sei wichtig, seinen Purpose (=Zweck, Passion, Leidenschaft) zu finden, um erfolgreich zu sein. Nur wusste er nie, wie man denn seinen Purpose finden kann. Er dachte immer, dass man seinen Purpose in einem Satz beschreiben können muss. Das war einer der häufigen Denkfehler in Bezug auf den Purpose. Er fand heraus, dass auch bekannte Persönlichkeiten eher auf mehrere DIN A 4 Seiten kommen, wenn es darum geht, ihre Passion zu beschreiben.

Er begann irgendwann, über seine persönliche Hassliste, sich seinem Purpose zu nähern. Das geht dann in etwa so:

  1. Schreibe in ein Word-Dokument, das zwei Spalten beinhaltet in die linke Spalte all das, was du nicht magst (es können mehrere Seiten werden), habe hierbei kein Ziel im Kopf. Denke nicht z.B. „Aber das gehört nun mal zum Leben“ oder „Das kann ich sowieso nicht ändern“. Schiebe diese Gedanken beiseite und schreibe ganz stur herunter, was du alles nicht magst.
  2. Gliedere diese Punkte sinnvoll. Z.B. konnte Alex Fischer vieles zusammenfassen unter „Immer wieder das gleiche tun“
  3. Verkehre die Dinge, die du nicht magst in ihr Gegenteil. Z.B. könnte das Gegenteil von „Ich hasse putzen“ sein: „Ich liebe eine saubere Wohnung, wenn ich es nicht selbst machen muss“
  4. Versuche nach und nach die Dinge zu automatisieren oder zu delegieren, die du nicht magst. Für das Putzbeispiel könnte man sich einen Putzroboter anschaffen
  5. Arbeite immer weiter an deiner persönlichen Hassliste und der positiv formulierten Spalte. Komme ins tun. Tue die Dinge, die nötig sind, um die verhassten Dinge loszuwerden und nähere dich dabei deinem Purpose. Die rechte Spalte ist wie ein Kompass, der immer präziser justiert werden kann. Man merkt irgendwann, dass es in die richtige Richtung geht.

Bei all der Suche nach der Passion sollte man trotzdem nicht blind den Ast absägen, auf dem man sitzt (ebenfalls eine Aussage aus dem Buch). Der Brotjob kann auch die Basis für die Erfüllung des Purposes sein. Wenn man Geld mit einer eher langweiligen Tätigkeit verdient, kann man evtl. mit diesem Geld Dinge tun, für die man brennt.

In der Regel dauert es wohl etwa ein Jahr, bis man mit dieser Methode wirklich seinen Purpose findet. Aber dann ist der Erfolg durchschlagend. Dann hält einen keiner mehr auf.

2 Kommentare zu „Die Hassliste – oder ein Weg, seinem Purpose näher zu kommen

  1. Purpose – beabsichtigen, der Zweck, das Ziel, die Bestimmung, die Absicht, die Aufgabe, die Wirkung, die Entschlossenheit.

    Zwar kann eine „Hassliste“ dabei helfen, die negativen Dinge im Leben zu erkennen und durch Veränderungen abzumildern, mir erschließt sich allerdings nicht, was das mit einer wirklichen Leidenschaft / Passion zu tun hat? Wie soll man diese dadurch finden?

    Kann man eine Leidenschaft überhaupt finden, oder findet sie eher Dich?!

    Eine „wirkliche“ Leidenschaft fühlt man. Beim Ausüben, versinkt man förmlich. Und das erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Am Anfang erlebt man Faszination, Aufregung, Energie. Später erfüllt Ruhe die Seele und man kommt in einen Flow. Mehr geht nicht. Das ist es.

    Der Zweck, das Ziel, die Bestimmung, die Absicht, die Aufgabe, die Wirkung, die Entschlossenheit sind dabei völlig schnurzpiepegal. Auch, ob man reicher als der Roooooobbbbeeeerrrt wird.

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Lubo,

    man kann wie gesagt aus der Hassliste seinen Kompass machen, der einen entweder näher an den Purpose führt oder weiter davon weg.

    Für viele ist die Leidenschaft nicht so klar zu benennen und man muss sie erst finden.
    Das was du schreibst, dass man förmlich in der Tätigkeit versinkt und man in den flow kommt, ist natürlich auch ein sehr gutes Zeichen.

    Schöne Grüße

    Gefällt mir

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